2 – Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst

Ganz oben auf dem Stapel „Lesen bis gestern“ liegt Die Illusion der Chancengleichheit von Pierre Bourdieu und Jean-Claude Passeron. Dadrunter liegt noch einiges mit ähnlich verlockender Thematik, zwecks Magisterprüfung im Fach Philosophie.

Um die Bücher, die ich gerne lesen würde, denen, die ich bis gestern gelesen haben muss, nicht vorzuziehen, verstecke ich sie vor mir. So habe ich das Buch, das ich als nächstes aus purem Vergnügen gelesen hätte, kurzerhand der Freundin ausgeliehen. Es handelt sich um Verlangen nach Drachen von Verena Rossbacher. Ich fürchte, ich habe dieses Buch verliehen bevor mir auffallen konnte, dass es nicht ganz so toll ist, wie ich zuerst dachte. Aber das weiß ich noch nicht und darf das Buch einfach so mögen. Dass  ich es so mag, unbekannterweise, liegt an dem Videoportrait der Autorin, das für die Tage der deutschsprachigen Literatur 2010 entstand.

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5 Antworten to “2 – Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst”

  1. Lakritze Says:

    Och. Und ich hatte schon Theorien, wie »Die Illusion der Chancengleichheit« zu so einem aufregenden Titelbild kommt.

    • Mutzi H. Europa Says:

      So tief, wie Bourdieu der Kluft zwischen sozialen Klassen ins Auge blickt, wäre es gar nicht mal abwägig. Aber leider war sich die Reihe „Texte und Dokumente zur Bildungsforschung“ zu akademisch für ein Titelbild.

  2. Afra Evenaar Says:

    Vorschlag: Da du zur Zeit keine Bücher zur reinen Freude lesen darfst, lass sie dir doch einfach vorlesen. Vielleicht gewinnt sogar Frau Rossbachers Drachenbuch dadurch wieder.

    • Mutzi H. Europa Says:

      Entweder das, oder ich lese stattdessen doch lieber „Verlangen nach Sachen“, das Sachbuch.
      Vorlesen lassen wäre ein gutes Experiment um die Frage „Ist geteiltes Leid halbes oder doppeltes Leid?“ ein für allemal zu beantworten. Reizvoll!

  3. oachkatz Says:

    Ich glaube, zu viel Zwang funktioniert nicht. Ich bin angesichts der Leseliste für die Anglistik-Zwischenprüfung in Lesestarre verfallen, d.h. das erste Mal in meinem Leben konnte ich nicht mehr lesen, Konzentration nach drei Zeilen wie weggewischt, kein Interesse mehr, at all. Das war eine schlimme Zeit, das Nötigste besorgte ich mir aus den einschlägigen Nachschlagewerken, die Note war passabel, nämlich bestanden. Gönne Dir zwischendurch ein reines Freudenbuch, aber keines, von dem Du vermutest, es wird Dir nicht so gefallen, wie Du möchtest. Das löst komplizierte Emotionen aus, die man während Magisterarbeitszeiten scheuen sollte wie der Teufel das Weihwasser.

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